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Maklerrecht Duisburg - Zustandekommen des Maklervertrages - Kanzlei Grotstollen - Kanzlei Duisburg

Zustandekommen des Maklervertrages

Zustandekommen des Maklervertrages

Maklerverträge können durch ausdrückliche und durch konkludent abgegebene Erklärungen zu Stande kommen. Ausreichend für den konkludenten Vertragsabschluss ist, wenn der Interessent nach Übergabe eines Exposés ergänzende Fragen zu Einzelheiten des Kaufobjekts stellt (LG Hamburg NZM 2011, 284 ff.).Der Makler kann durch Aufnahme seiner Arbeit nach entsprechender Anfrage das Angebot des Interessenten auf Abschluss des Maklervertrages annehmen und somit den Maklervertrag zu Stande bringen.

Im Rahmen der Anbahnung des Maklervertrages ist der Makler dazu verpflichtet, etwaige Unklarheiten auf Seiten des Interessenten zu beseitigen (Unklarheitenregel). Dies kann üblicherweise nur durch ein ausdrückliches Provisionsverlangen geschehen. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn der Interessent ohne Bezugnahme auf ein konkretes Inserat Kontakt zum Makler aufnimmt und sich Objekte aus dem Bestand nennen lässt. Anderes gilt nur, wenn der Interessent weitere Leistungen des Maklers verlangt, z.B. einen eigenen Suchauftragt wünscht.

Bei Anzeigen im Internet oder in einer Zeitung handelt es sich nicht um ein Angebot auf Abschluss eines Maklervertrages. Eine durch diese Anzeige veranlasste Kontaktaufnahme des Interessenten mit dem Makler kann aber dann zum Abschluss eines Maklervertrages führen, wenn der Makler sein Provisionsverlangen im Inserat bereits ausdrücklich und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht hat. Erhält der Interessent auf eine solche Anzeige hin Namen und Anschrift des Verkäufers, löst dies den Anspruch auf Zahlung der Provision aus. Für die Bewertung der Eindeutigkeit des Provisionsverlangens kommt es nach einer Entscheidung des BGH vom 03.05.2012 auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls an.

Bei einem Maklervertrag zwischen Kaufleiten sind an die Eindeutigkeit des Provisionsverlangens sowie an die Anforderungen an den eigenständigen Suchauftrag weniger strenge Anforderungen zu stellen.

Als besondere Vertragsart ist der „qualifizierte Alleinauftrag“ zu nennen. Kommt der Makler seiner allgemeinen Tätigkeitspflicht nicht oder nicht in angemessener Weise nach, kann der Auftraggeber den Alleiauftrag kündigen. Der Auftraggeber ist verpflichtet, während der Laufzeit keinen anderen Makler zu beauftragen und keinen Hauptvertrag ohne Einbeziehung des Maklers abzuschließen. Diese Verpflichtung kann der Makler dadurch absichern lassen, dass der Auftraggeber bei Abschluss eines Hauptvertrages ohne Zuziehung des Maklers die vereinbarte Provision zu zahlen hat. Diese Vereinbarung ist nur als individualvertragliche Vereinbarung wirksam.

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